Teerituale – ein Moment, der dir gehört
In einer Welt, die sich nicht aufhört zu drehen, vergisst man leicht, dass man innehalten darf. Man darf sitzen, atmen und einfach sein. Genau dafür sind Teerituale da – nicht als Luxus, sondern als stille Gewohnheit, die es wert ist, gehalten zu werden. Bei einem Teeritual geht es eigentlich gar nicht um den Tee. Es geht darum, Raum zu schaffen. Raum zum Atmen. Raum, um den Tag einen Moment lang abzulegen.
Ob auf dem Weg zur Arbeit, direkt nach dem Nachhausekommen oder kurz bevor du einschläfst – nimm dir fünfzehn oder zwanzig Minuten am Tag, die dir gehören. Nur dir.
Bei mir ist dieser Moment meistens MeriZen. In dem Augenblick, in dem ich die Dose öffne, ist der Duft von Minze, Zitronenverbene und Ringelblume das Signal: Dieser Teil des Tages gehört mir. Das ist keine Magie. Der Lärm verschwindet dadurch nicht. Aber es zieht eine Linie, und manchmal reicht eine Linie.
Es gibt kein Rezept, das für alle passt. Ich sitze oft in meinem Lieblingssessel, dort wo das Licht genau richtig fällt. Manchmal nehme ich ein Buch zur Hand, das ich schon fünfmal gelesen habe, manchmal eine Playlist, die sich anfühlt wie eine Umarmung. Ich zünde eine Kerze an, oder eben nicht. Und ich gieße mir bewusst eine Tasse auf. Die einzige Regel? Sei da. Lass diesen Moment um dich gehen und um sonst nichts.
Erzähl mir – wo trinkst du deinen Tee am liebsten? Welches Buch leistet dir dabei Gesellschaft? Welches Lied bringt dich zur Ruhe?
Du kannst klein anfangen. Ein Tee. Ein Moment. Ein Atemzug. Da fängt es an.
Von Herzen,
Rebeka